Nicht Chrysler sondern GM.
Ich bin gegen eine Unterstützung des Staates weil ich an eine Regelung des Marktes nach den Regeln der Marktwirtschaft glaube.
In Wiki wird u.a. als ein für mich wesentliches Element der Marktwirtschaft die Haftung beschrieben und so formuliert:
Haftung
Zur Gewährleistung des effizienten Einsatzes des Produktivkapitals gehört neben dem Recht auf Privateigentum auch die Haftung. Die Eigentümer von Produktivkapital sollen sich nicht nur die Gewinne aneignen, sondern auch die volle Haftung für getroffene Fehlentscheidungen tragen.
Abwrackprämie? Zahlt der Steuerzahler. Nutzen? Fragwürdig.
Bürgschaft? Zahlt der Steuerzahler. Nutzen? Fragwürdig.
Auffangen der Arbeitslosen durch das soziale Netz? Zahlt der Steuerzahler ohne wenn und aber. Nutzen? Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt.
Nee Du - warum erst das schwarze Loch füttern mit Abwrackprämie und Staatsbürgschaft wenn am Ende doch die Bundesagentur für Arbeit die Zeche zahlt? Da halte ich mich lieber an den oben beschriebenen Grundsatz der Haftung und beteilige die Unternehmen so weit möglich an den Folgekosten ihrer Misswirtschaft.
Btw - gleiches gilt für sämtliche Gelder, die in Form von Subventionen, Schaffen von Infrastruktur als Voraussetzung für die Standortwahl von Unternehmen, etc. schon indirekt die Konzerne begünstigen. Bei den Kosten will man unser Geld aber von den Gewinnen so gut wie nichts abgeben. Die sollten sich einfach nur schämen für ihre grenzenlose Geldgier und das völlig fehlende soziale Verantwortungsbewußtsein!
Und bleibt schlussendlich die Frage wie man solche Staatshilfen z.B. den Mittelständlern erklären will, die trotz voller Auftragsbücher und besten Gewinnerwartungen keine Kredite mehr für notwendige Investitionen oder Materialbeschaffung bekommen.